Ankündigung Seiner Heiligkeit Gyalwang Drukpa am 29.Mai 2020

Many of you who have known me over the years have heard me talk about being tired about mundane activities.
It is said, “Mundane work is endless, by nature it ends the moment you stop working”. Due to habitual tendencies acquired over time immemorial, there’s no concern about the ability to engage in mundane affairs. However, like the saying, “Desire is like saline water, the more you drink the more your thirst grows”, the craving of worldly affairs remains insatiable and endless. It seems that running blindly after them is like chasing a rainbow, or like moths being attracted to death by flame. So for more than five years, I have been deliberately cutting down on my travels and social engagements (like meeting ecclesiastical and lay personnel, photo ops, social conversations, etc.) to concentrate more on inner spiritual activities. With retirement in my mind, I had intentionally started slowing down my mundane activities and preparing for social distancing! But my preparation for social distancing was not to pre-empt COVID-19.

Looking at the world today, with this pandemic virus surfacing as our invisible enemy, this is a ripening of our collective karma —accumulated over the years through the mindless killing of animals and the destruction of our environment for commercial purposes, threatening our very existence. On top of that, it’s scary that age and health, not only mine but that of all of us, are catching up quietly and quickly. We have no control over our ever-changing physical conditions in things like hair, nails, teeth, eye-lids, glow of skin, shape of body, wrinkles on the face, firmness of thighs, genitality, potency, or even the loss of ability to sit up straight, etc. I realise that the suffering of old age is approaching and that death, the fear of which is such that we don’t ever dare to say the word, is even closer than you think. Just as Mila Repa said, “Corpse, the sight of which is so scary, is now close to the body”, and it is saddening to see that your corpse is by your side.

These days I see many of my young friends departing this world prematurely and unexpectedly. Everywhere we look is a reminder of Lord Buddha’s teaching on impermanence and the suffering of samsara. All these have strengthened my inner resolve to gradually retire from mundane activities motivated by the eight worldly Dharmas, and focus more on inner spiritual activities. Even if I am not able to practice as much inner spiritual activities as I wish to, I would rather relax and contemplate while I have the freedom to do so.

I will now selectively travel to a few places in this world only if necessary, and take more time to stay in one place as long as I can to practice spirituality. Well, it seems the current global situation is in conformity with my decision… haha.

See you all whenever karma permits!

The Gyalwang Drukpa

 

 

 

Viele von Euch, die mich im Laufe der Jahre kennen gelernt haben, haben gehört, wie ich davon sprach, dass ich von alltäglichen Aktivitäten müde sei.
Man sagt: „Die alltägliche Arbeit ist endlos, sie endet von Natur aus in dem Moment, in dem man aufhört zu arbeiten“. Aufgrund von Gewohnheitstendenzen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, gibt es keine Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit, sich mit banalen Angelegenheiten zu beschäftigen. Doch wie das Sprichwort „Begierde ist wie Salzwasser, je mehr man trinkt, desto mehr wächst der Durst“, so bleibt die Begierde nach weltlichen Angelegenheiten unersättlich und endlos. Ihnen blind hinterherzulaufen scheint wie die Jagd auf einen Regenbogen oder wie Motten, die vom Tod durch Flammen angezogen werden. Deshalb habe ich seit mehr als fünf Jahren meine Reisen und sozialen Engagements (wie Begegnungen mit kirchlichem und Laienpersonal, Fototermine, soziale Gespräche usw.) bewusst reduziert, um mich mehr auf innere spirituelle Aktivitäten zu konzentrieren. Mit dem Rückzug in den Ruhestand hatte ich absichtlich begonnen, meine weltlichen Aktivitäten zu verlangsamen und mich auf soziale Distanzierung vorzubereiten! Aber meine Vorbereitung auf soziale Distanzierung sollte COVID-19 nicht vorgreifen.

Wenn man sich die Welt von heute anschaut, in der dieser Pandemievirus als unser unsichtbarer Feind auftaucht, dann ist dies ein Reifeprozess unseres kollektiven Karmas, das sich im Laufe der Jahre durch das sinnlose Töten von Tieren und die Zerstörung unserer Umwelt zu kommerziellen Zwecken angesammelt hat und das unsere Existenz bedroht. Darüber hinaus ist es beängstigend, dass Alter und Gesundheit, nicht nur meine, sondern die von uns allen, leise und schnell aufholen. Wir haben keine Kontrolle über unsere sich ständig verändernden körperlichen Zustände in Dingen wie Haare, Nägel, Zähne, Augenlider, Schimmern der Haut, Körperform, Falten im Gesicht, Festigkeit der Oberschenkel, Genitalität, Potenz oder sogar den Verlust der Fähigkeit, gerade zu sitzen, usw. Mir ist klar, dass das Leiden des Alters näher rückt und dass der Tod, vor dem wir uns aus Angst nicht trauen, das Wort auszusprechen, noch näher ist, als man denkt. Genau wie Mila Repa sagte: „Der Leichnam, dessen Anblick so erschreckend ist, ist jetzt nahe am Körper“, und es ist traurig zu sehen, dass der Leichnam an der Seite ist.

In diesen Tagen sehe ich viele meiner jungen Freunde, die diese Welt vorzeitig und unerwartet verlassen. Überall, wohin wir blicken, erinnern wir uns an Lord Buddhas Lehre über Vergänglichkeit und das Leiden von Samsara. All dies hat meine innere Entschlossenheit gestärkt, mich allmählich von den weltlichen Aktivitäten zurückzuziehen, die durch die acht weltlichen Dharmas motiviert sind, und mich mehr auf innere spirituelle Aktivitäten zu konzentrieren. Auch wenn ich nicht in der Lage bin, so viele innere spirituelle Aktivitäten zu praktizieren, wie ich möchte, würde ich mich lieber entspannen und kontemplieren, solange ich die Freiheit dazu habe.

Ich werde jetzt nur noch bei Bedarf selektiv an einige wenige Orte dieser Welt reisen und mir mehr Zeit nehmen, um so lange wie möglich an einem Ort zu bleiben und Spiritualität zu praktizieren. Nun, es scheint, dass die gegenwärtige globale Situation im Einklang mit meiner Entscheidung steht… haha.

Wir sehen uns alle, wann immer es das Karma erlaubt!
Der Gyalwang Drukpa

 

Übersetzt mit www.DeepL.com

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Juni 14, 2020 • Posted in: Aktuelles